Am Donnerstag und Freitag war ich in Battambang.
Donnerstags habe ich mich von einem Moto-Fahrer durch die Gegend fahren lassen und viele Interessante Sachen unterwegs gesehen von denen ich auch viele Fotos gemacht habe. Aufgrund technischer schwierigkeiten (DSL ist etwas, mit dem Internetcafes hier prahlen) kann ich leider keine Fotos zeigen, das macht alles wohl etwas langweiliger…
Zuerst sind wir auf der Strasse Richtung Poipet (Thailaendische Grenze) zu einem kleinen Huegel/Berg gefahren. Die Strasse kann man sich, wenn man kein Foto davon hat, etwa so vorstellen. Fast so breit wie eine Deutsche Bundesstrasse und zum groessten Teil aus Staub und Sand. Das ist besonders interessant, wenn man hinter einem Lastwagen faehrt, oder wenn etwas schnelles entgegenkommt.
Von dem Huegel hat man einen tollen Ausblick auf die - leider zur Zeit sehr trockene - Gegend. Der duesterere Teil des Tages waren zwei Hoehlen, in denen die Roten Khmer die Regimegegner getoetet hatten. Meisten wurden die Menschen zusammengebunden und hinuntergestuerzt - um Munition zu sparen.
Oben gibt es einen Tempel, in dem ein neugieriger Moench sich sehr fuer mich und meine Sachen interessiert hat. Besonders begeistert war er von meinem Bart und der Sonnenbrille.
Nach ein paar anderen Tempeln und einem Baum mit rieisgen Fledermaeusen sind wir dann zum sogenannten Bamboo Train gekommen. Von Phnom Penh bis Battambang gibt es Gleise, die schon sehr alt sind und wahrscheinlich noch nie repariert worden sind. Da normaler Zuege darauf nur sehr langsam fahren koennen und die Strasse auf dieser Strecke jetzt sehr gut ist, faehrt ein Zug Samstags von Phnom Penh nach Battambang und Sonntags wieder zureck. Da das die reinste Verschwendung ist, bauen sich die Leute ihre eigenen Zuege. Zeit Achsen, darauf ein paar Bretter und ein Motor. Die kaputten Schienen (ein Foto waehre hier praktisch, weil man sich sowas nicht vorstellen kann) machen die Fahrt dann wirklich spannend. Richtig interessant wird es aber, wenn ein anderer Bamboo Train entgegen kommt: Dann muss der weniger beladene auseinandergebaut, und sobald der andere weitergefahren ist, wieder zusammengebaut werden. Davon gibt es tolle Fotos und Videos, aber leider nicht hier und jetzt.
Freitags habe ich dann einen Kochkurs gemacht, mit Einkaufen am Markt, Kochen und Essen. Nur den Abwasch mussten wir zum Glueck nicht machen. (Auch von meinem leckeren Essen habe ich Fotos gemacht, die ich irgendwann noch zeige).
Am Samstag bin ich dann mit dem Boot nach Siem Reap gefahren, zumindest hatte ich eine Bootsfahrt gebucht. Da aber hier gerade Trockenzeit ist, koennen Boote nicht nach Battambang fahren und man muss zuerst knapp 2 Stunden mit dem Pickup-Truck fahren. Mit fast 20 anderen Touristen und Kambodschanern sass ich dann auf der Ladeflaeche und wurde ueber die wohl schlechtesten Strassen Welt zum Boot geschuettelt. Ich hatte Glueck, weil man auf meinem Platz keine Aeste ins Gesicht bekommen hat, dafuer hatte ich bei jedem Ruckeln eine Metallstange im Ruecken. Die Strasse ist an manchen Stellen um einen Meter abgesenkt oder fehlt manchmal ganz.
Als das Boot endlich losfuhr sind wir nach der ersten Kurve gleich auf Grund gelaufen, daran gewoehnt man sich aber recht schnell und das ist wohl auch normal in der Trockenzeit. Als wir dann endlich am Tonle Sap See waren, wurde die Fahr ruhiger und es gab tolle schwimmende Doerfe, grosse Voegel und einfach nur schoene Landschaft.
Jetzt bin ich in Siem Reap und schaue mir, waehrend ich auf mein Laos-Visum warte, die Tempel um Angkor Wat an.
Gruesse
Sebastian